Fliegerlager in Bad Neustadt a. d. Saale

Start in Bad Neustadt an der Saale Richtung Nordwesten (Quelle: Max Hockgeiger)
Start in Bad Neustadt an der Saale Richtung Nordwesten (Quelle: Max Hockgeiger)

Nachdem Reinhold und Dieter mit der JP schon am Freitag angereist waren und dann am Samstag bereits den ersten größeren Flug machen konnten, trafen am Samstag so nach und nach alle Flugzeuge in Bad Neustadt an der Saale ein. Ein klein wenig Verunsicherung trat ein, weil die ASK 13 in Greiling zunächst nicht auffindbar war. Schließlich aber konnte sich am Sonntag dann auch Arne auf die Reise machen, mit der ASK 13, die sich in einer der zahlreichen OSVM Hallen wiedergefunden hatte.

Sonntag, 3. August 2008

Das Fliegerlager begann mit einigen F-Schlepps im Duo Discus, weil doch bei den meisten Teilnehmern der letzte F-Schlepp schon einige Zeit zurücklag. Reinhold, Thomas, Max und am Ende auch noch Markus brachten sich wieder in Form. Max durfte auch gleich die vorzügliche Thermik dieses ersten Flugtages auskosten.

Es wurde ihm zwar etwas schlecht von der Fliegerei des GO auf dem Rücksitz, aber gefallen hat es beiden Piloten. Einige Widrigkeiten sind noch zu überwinden, so z.B. die WLAN Anbindung des GO, aber wenn dieser erste Bericht im Internet zu lesen ist, dann hat sich auch dieses Problem in Wohlgefallen aufgelöst. Die Bilder stammen von Max und sie zeigen, dass es hier im August tatsächlich weitaus bessere Flugmöglichkeiten gibt als in Greiling. Von Fabian, der ja an der Deutschen Meisterschaft der Junioren auf der Hahnweide teilnimmt haben wir noch nichts gehört, aber das wird sich hoffentlich bald ändern.

Dienstag 5. August 2008

Ein schöner Streckenflugtag kündigte sich an. Mittlerweile ist die Mannschaft auf 14 Leute angewachsen. In den nächsten Tagen werden bis zu 24 Aero Clubler den Flugplatz "übernehmen". Die Langohren waren natürlich als erste unterwegs, Richtung Südwesten ging es zuerst bis nach Bad Mergentheim und darüber hinaus, danach ein sehr guter 2. Schenkel bis Bayreuth und ein etwas enttäuschender 3. entlang des Thüringer Waldes bis nach Schmalkalden.

Dann noch mal kurz die Wasserkuppe besucht und ab nachhause. Dort schulte Bernhardt fleißig mit Anna und Sandro. Auch die LS4 (Markus) und die IET mit Sascha flogen ähnliche Strecken, wenn auch auf der "Innenbahn". Ein richtig schöner Streckentag, wie er um diese Jahreszeit in Greiling nicht mehr so einfach zu haben ist. Und morgen, morgen wird es noch besser...

Mittwoch, 6. August 2008

Heute sind die beiden Youngster Stefan und Florian angekommen. Auch einige andere werden noch erwartet. Es wurde fleißig geschult, im F-Schlepp sind jetzt bald alle fit. Auch die Streckenflieger können sich nicht beklagen, auch wenn es heute sehr heiß war und die Thermik nicht so besonders toll war am Anfang. Später jedoch flog Arne mit Thomas im Duo Discus so weit nach Norden, dass ihm die VV beim besten Willen nicht mehr folgen konnte, da die Karte von Hans zu Ende war und auf dem Anschlußblatt saß er drauf, was in dem engen Cockpit der 22 natürlich ein für ihn unüberwindliches Hindernis bedeutete.

So war Arne der einzige, der das Weserbergland anfliegen konnte und Thomas als Co-Pilot hat das auch noch fotografisch festgehalten (linkes Bild). Das rechte Bild von der Wartburg bei Eisenach stammt von Hans, auch Dieter flog mit der JP nach Norden und kehrte erst kurz vor dem Harz wieder um. Alle Gesichter strahlen Zufriedenheit aus.

Donnerstag, 7. August 2008

Drückende Schwüle und große Hitze machten den Aufenthalt im Schatten zu einer wahren Wohltat. Die Streckenflieger ließen sich aber nicht abhalten und verschwanden einer nach dem anderen am graublauen Himmel. Die JP lieferte noch einige spektakuläre Kreise mit mehr als 60° Schräglage etwa 150m über Grund ab.

Später konnte man im Funk einige Sprüche hören, die doch zu Besorgnis Anlaß gaben.

Beispiel JP: "Arne wo fliegst Du hin?"

Antwort VV: "Ich gehe mal Richtung Süden zu den schönen Wolken!"

JP: "Hast Du LSD genommen?"

AZ: "Ach ist der Himmel schön rosa!"

Da kommt man als stiller Zuhörer schon ins Nachdenken.

Derweil nahm am Platz der Südostwind immer stärker zu. Zuletzt wurde er so stark, dass sich außer der K13 mit Bernhardt als Rückhalt nur noch die beiden Youngster Florian und Stefan in die Luft trauten. Das Lee im Endanflug auf die 14 war wahrlich von beeindruckenden Ausmaßen und als die vorhergesagte Kaltfront am Horizont auftauchte, kamen alle Streckenflieger kurz nacheinander zurück, die Flieger wurden alle abgebaut und in den Hängern verstaut, weil es auch Hagel- und Tornadowarnungen gab.

Die nachfolgenden Bilder beschreiben diesen Tag recht gut:

Freitag, 8. August 2008

Die angekündigten Unwetter und Tornados (!) mussten wohl woanders runtergekommen sein, denn hier in Bad Neustadt blieb über Nacht alles ziemlich ruhig, ein wenig Regen und hin und wieder eine kräftigere Windbö, das war's schon. Am Morgen sah es gar nicht nach fliegen aus.

Es war klar, dass es regnerisch werden würde. Der Segelflugwetterbericht versprach auch nichts Gutes. So machten sich nach dem Mittagessen einige aus der Gruppe auf zur Wasserkuppe um dort das Museum zu besuchen und überhaupt mal auf dem berühmten Berg der Segelflieger zu sein.

Gegen Abend heiterte der Himmel kurz mal auf, kurz entschlossen wurde die K13 ausgepackt und Thomas Jakob konnte seine ersten 3 F-Schlepps machen. Die Verhältnisse waren nicht ganz einfach, trotzdem hat er sich wacker geschlagen und es dürfte nicht mehr lange dauern, bis er alleine an einer Schleppmaschine dranhängt. Morgen soll es wieder fliegbar werden.

Samstag, 9. August 2008

Der Kreuzberg südlich der Wasserkuppe und knapp östlich der Wildflecken Restricted Area
Der Kreuzberg südlich der Wasserkuppe und knapp östlich der Wildflecken Restricted Area

Heute sind jede Menge neue Teilnehmer in Bad Neustadt eingetroffen. Alex Eckmann mit Frau, Lisa Scheller mit Papa, Constantin, Julian und Melanie zusammen mit Peter Rabl.

Das angekündigte Zwischenhoch traf pünktlich ein, so dass ab nachmittag um 13 Uhr zu Streckenflügen gestartet werden konnte. Hans mit der VV machte den Anfang, dann folgten in kurzem Abstand Uwe mit der AZ und Markus mit der HI. Die JP Crew hatte einen unglücklichen Start, der nach einem Absaufer dazu führte, das der Flieger gar nicht mehr in die Luft kam, was wirklich schade war, denn das Wetter entwickelte sich genau so, wie im Wetterbericht angekündigt.

Uwe orientierte sich etwas mehr nach Westen und flog über Wertheim in den Odenwald, Hans hielt sich etwas weiter östlich und kehrte südlich von Walldürn um, mit zwei kleinen Absaufern, beide Male in der Gegend von Tauberbischofsheim, er konnte aber beide Male relativ problemlos wieder Höhe gewinnen und Richtung Nordwesten fliegen. Auch Uwe schaffte in Walldürn wieder den Anschluss an die gute Thermik in Richtung Würzburg.

tl_files/flugbilder/fluglager2008/nes-18.jpgMarkus meldete sich mal in Wertheim und kurz darauf auf dem Weg Richtung Osten, über Haßfurt und schließlich kurz vor der Ottengrüner Heide, dort allerdings von einem Acker, auf dem er zwischenzeitlich bereits gelandet war. Peter Rabl, der gerade erst in Neustadt angekommen war, machte prompt kehrt und holte ihn von dort zurück

Nach etwas mehr als 300 km landete die VV wieder in Neustadt, auch die AZ beendete ihren Flug zufrieden auf dem Urlaubsplatz. Für die Bundesliga hatten beide etwas getan, Uwe mit ca. 68 km/h und Hans mit 66 km/h. So kann morgen Arne mit der VV hoffentlich noch einige km/h zulegen, und damit den AC München wieder etwas weiter von der Abstiegszone entfernen.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Florian mit der offenen Ka6 einige Stunden unterwegs war, und anschließend, immer noch zitternd vor Kälte, nach einer langen Hose für den nächsten Flug fragte. Thomas Gerner und Stefan Gottfried bewegten den Duo Discus forsch Richtung Südosten und wieder zurück, knappe 90 km konnten gemeldet werden.

Arne schulte auf der K13 und wird hoffentlich morgen auf der VV für weitere Bundesligapunkte sorgen.

Horst Brettel kehrte heute nachhause zurück, ebenso wie Anna Görtz. Beide haben sicher genug Flugstunden gesammelt um mit dem Fliegerlager zufrieden zu sein. Die Pizzasession am Abend dieses Samstags im Flugplatzrestaurant wurde von allen Aero Clublern genutzt. Die Pizzen waren ausgezeichnet und morgen, morgen wird es sicher noch besser...

Sonntag, 10. August 2008

Schon der Segelflugwetterbericht des DWD ließ nichts Gutes ahnen. Keine nutzbare Thermik wurde dort vorhergesagt. Tatsächlich waren über Bad Neustadt hohe Stratus und Cirruswolken aufgezogen, ein kühler Wind von beträchtlicher Stärke pfiff über den Platz und zwar exakt im rechten Winkel zur Piste.

So blieb nichts anderes übrig als auf besseres Wetter zu warten. Gegen Mittag, es hatte sich nichts an der Wettersituation geändert, entschied sich Arne, nach Hawei abzufahren um Herby als Rückholer abzulösen.

Hawei ist nicht etwa das falsch geschriebene Inselparadies Hawaii im Pazifik, sondern die Hahnweide in Baden-Württemberg, wo gegenwärtig die Deutschen Juniorenmeisterschaften im Segelflug stattfinden. Dort hat man bisher nur einen einzigen Wertungstag erfliegen können und hofft dringend auf besseres Wetter.

Am frühen Nachmittag tauchte dann der unverwüstliche Gerd Liedtke mit Gattin auf. Schnell war der Entschluss gefasst, mit den Youngsters den Geburtsort des Segelflugs ein weiteres Mal aufzusuchen. So packte Peter Rabl seine Mädels ins Auto und Hans fuhr mit Gerd Richtung Wasserkuppe. Dort pfiff der Wind noch ungemütlicher über die Kuppe und so verzogen sich alle schnell in das Museum.

Danach besuchten wir noch kurz das Fliegerdenkmal, dessen stolzer Adler nun unter einem schon etwas aufgelockerten Himmel über die beeindruckende Landschaft der Rhön schaute.

Nach der Rückkehr stellten die Ausflügler verblüfft fest, dass sich die K13 des AeCM gerade im Gegenanflug auf die 32 befand. Der Wind hatte so weit nachgelassen, dass die geübteren Piloten ihre für den Erwerb der F-Schleppberechtigung erforderlichen Alleinflüge absolvieren konnten. So hatte auch dieser Tag ein versöhnliches Ende. Herzlichen Glückwunsch an Stefan Gottfried und Florian Maierhofer, sie können sich den F-Schlepp jetzt in den Schein eintragen lassen.

An der Motorsegler-"Front" gibt es leider noch nichts Neues zu berichten. Erst wenn das überwiesene Geld auch auf dem Konto von Diamond Aircraft angekommen ist, kann der Flieger abgeholt werden. Es wird also wohl Dienstag oder Mittwoch werden, bis das Flugzeug endlich in EDNX ankommt. Wir werden darüber sofort berichten.

Fabian schlägt sich auf der DJM recht beachtlich. Er belegt nach 2 Wertungstagen den 23. Platz und liegt damit im Mittelfeld. Einige Teilnehmer liegen nur sehr knapp auseinander, so dass sich bei der Platzierung nach vorne noch einige Plätze gut machen lassen. Drücken wir ihm also weiter die Daumen. Du schaffst das Fabi!

Montag, 11. August

Sascha bei den Abschlußarbeiten am Duo-Hänger.
Sascha bei den Abschlußarbeiten am Duo-Hänger.

Flugpause in Bad Neustadt, nein, nein, bei uns hier in Unterfranken ist das Wetter besser als im übrigen Bayern und auch die Wettervorhersage war im Irrtum befangen. Keine nutzbare Thermik hieß es da im Segelflugwetterbericht für Bayern. Uwe hielt sich nicht daran, Stefan und Alex mit dem Duo Discus auch nicht, sie nutzten eine kleine Wolkenstraße über den Haßbergen aus um mal eben über 100 km weit zu fliegen. Bernhardt schulte mit Lisa, Melanie, Constantin und Julian.

Und die anderen? Die anderen erbarmten sich endlich des Duo Hängers, er war bis Montag wirklich in einem erbärmlichen Zustand, jetzt glänzt er wieder wie neu.

Dienstag, 12. August 2008

Heute am Dienstag hatte der DWD mit dem Wetter wirklich recht, es regnete den lieben langen Tag und an fliegen war nicht zu denken. Also machte sich die Truppe auf nach Poppenhausen um dort die Firma Alexander Schleicher zu besuchen.

Die Einblicke in die Fertigung der berühmten Poppenhausener AS-Flugzeuge hinterließ tiefe Eindrücke. Insbesondere die ASG 29 gefiel den Besuchern so gut, dass manche darüber zu diskutieren begannen ob der Aero Club nicht jetzt sofort eine bestellen sollte, damit sie nach 2 Jahren endlich geliefert werden könnte. Der Schatzmeister hatte dafür lediglich ein geheimnisvolles Lächeln übrig und enthielt sich jeden Kommentares. Morgen soll es wieder deutlich besser werden und wir werden die letzten Tage nutzen um wieder fleißig zu fliegen.

Mittwoch, 13. August

Der Mittwoch begann gut, der Wetterbericht sprach von mäßiger bis guter Thermik und tatsächlich bildeten sich im Verlauf des Vormittags schöne Cumuli über Unterfranken, die Basishöhen stiegen sichtbar schnell an und so waren alle voller Hoffnung auf einen schönen Flugtag.

Einzig störend, der starke Wind, der genau quer zur Bahn stand. Also wollten wir warten bis der etwas schwächer werden würde. Auch der Schlepp-Pilot und der Windenfahrer waren damit sehr einverstanden. Gegen 14:00 Uhr blies der Wind dann nicht mehr mit 30 km/h quer zur Bahn sondern mit geschätzten 50 km/h und die Hoffnung auf einen gelungenen Flugtag sank gegen den Nullpunkt.

Als dann so um 1/2 4 Uhr dann auch noch ein, zugegeben kleiner, Regenschauer über den Platz jagte, zusammen mit einer Rotte Wildschweinen (!), ja wirklich hier gibt es frei rumlaufende Wildschweine mit 4 Haxen, beschlossen wir den Flugtag zu beenden und uns auf den angekündigten Grillabend vorzubereiten. Der war dann Dank Reinhold, der den Einkauf erledigte und Dank Alex der sich die Haare am Handrücken absengte um uns mit saftigem Grillfleisch und wunderbar gebrutzelten Bratwürsten zu versorgen, ein voller Erfolg.

Übrigens der Wetterbericht für morgen ist gut und der Wind wird über Nacht schon schwächer werden. In Schleißheim tut sich derweil wichtiges. Das Geld für die Dimona ist endlich beim Verkäufer angelangt und es scheint so, als ob nichts und niemand mehr den Aubilei davon abhalten könnte, am Donnerstag nach Wiener Neustadt zu brausen und unsere nagelneue Dimona abzuholen. Drücken wir ihm die Daumen, dass alles glatt geht.

Donnerstag, 14. August 2008

Noch einmal ein richtig zufriedenstellender Flugtag in unserem Fliegerlager, dass sich nun langsam dem Ende zuneigt. Die Streckenflieger bewegten sich noch einmal weit weg. Uwe flog dabei am erfolgreichsten zuerst Richtung Südwesten, dann nördlich an Nürnberg vorbei Richtung Osten und schließlich mit etwas Mühe wieder zurück nach Bad Neustadt, über 450 km kamen da zusammen.

Hans mit der VV flog dagegen gemütlich noch einmal Richtung Norden um sich die Gegend noch einmal zu betrachten, in die er so schnell nicht mehr kommen wird. Bei Bad Hersfeld noch ein kleiner Schlenker nach Nordosten bis Dornberg-Strohna und dann über Fulda wieder zurück zum Platz, mit 200 km nicht gerade eine beeindruckende Strecke aber völlig stressfrei und mit Genuß geflogen.

Florian war ganz begeistert von seinem Erkundungsflug mit der HI rund um Bad Neustadt, bei dem er auch die berühmte Wasserkuppe von oben betrachten konnte. Alex und Stefan flogen mit dem Duo Discus einige Kilometer zuerst nach Südwesten und dann nach Nordosten. Am wichtigsten war aber am heutigen Tag der Einsatz von Herby als Fluglehrer. Der Schulbetrieb auch mit der Winde war erstmals völlig in unserer Hand und entsprechend häufig kamen die Schüler in die Luft. Hier die Bilder:

Noch eine frohe Nachricht, die so sehnlichst erwartete Super Dimona D-KAVZ ist endlich nach langem Warten in EDNX angekommen. Volkers Gesicht konnte wir von hier aus zwar nicht sehen, aber wir sind uns sicher, dass seine Ohren heute einen zusätzlichen Zweck erfüllten, nämlich zu verhindern dass er ganz rundherum lächelte. Wenn das Wetter passt, so hat der Aubilei versprochen, wird er am Samstag auch einen kurzen Ausflug nach Bad Neustadt einplanen.

Das wäre dann wohl der krönende Abschluss eines rundum zufriedenstellenden Sommerlagers.

Freitag, 15. August 2008

Quelle: Josef Hargesheimer
Quelle: Josef Hargesheimer

Während im übrigen Bayern offenbar der Himmel einstürzte und zu zahlreichen Überschwemmungen führte, blieb Unterfranken fast ganz vom Regen verschont. Eigentlich hatten wir schon alle Flieger eingepackt und in der Halle untergestellt, damit sie nicht weggeschwemmt würden, bei den zu erwartenden Niederschlägen.

Letztlich schien am Nachmittag dann aber sogar die Sonne und so hatten wir auf Grund der Wettervorhersage doch tatsächlich einen fliegbaren Tag vergeudet. Versüßt wurde uns der Tag aber dennoch durch die Nachricht, dass die Dimona wohlbehalten von Wiener Neustadt nach EDNX überführt worden war und rechtzeitig vor dem Eintreffen der Unwetter in der Halle verstaut wurde.

Für den morgigen Samstag ist gute Thermik im Nordwesten angesagt, so dass wir die Flieger noch mal auspacken und etwas für die 2. Bundesliga unternehmen werden, wir wollen ja schließlich nicht absteigen. Eine kleine Hoffnung haben wir auch noch, dass sich jemand findet, der uns zusammen mit Volker in Bad Neustadt besucht, natürlich mit der D-KAVZ!

Samstag, 16. August 2008

Der Samstag begann mit einem sehr guten Wetterbericht, es sollte gute Thermik geben rund um Unterfranken. Und tatsächlich startete Arne mit der VV sehr früh, aber nicht als Erster. Ein Einheimischer mit seiner DG 600/18m stand schon um 7 Uhr am Start. Und der Tag wurde so gut wie erwartet, leider nicht überall. An diversen Stellen liefen die gerade noch gut aussehenden Cumuli breiteten sich in Windeseile aus und schatteten die darunterliegende Landschaft völlig ab, so dass jegliche Thermik erstarb. Während sich also Arne bis in das Sauerland vorarbeitete, die erste Wende lag nordwestlich von Eschede (!) und danach Richtung Harz vorflog, kehrte die ACM mit wechselnder Besatzung immer wieder nach Neustadt zurück, nicht immer ganz freiwillig.

Die beiden Michaels kamen so jeweils zu einem einstündigen Flug und zum Schluss durfte auch Lisa noch die hervorragenden Flugeigenschaften des Duo Discus kennenlernen. Sie stellte sich dabei recht gut an und hatte den Duo bald im Griff. Reinhold steuerte 200 km mit einem OLC Bundesliga Schnitt von 75 km/h bei und Arne übertraf natürlich alle mit über 500 km und einem um den Index bereinigten Schnitt von 80 km/h.

Jetzt muss "nur noch" Herby am heutigen Sonntag mit der JP einen ähnlichen Schnitt erfliegen, dann hat der Aero Club München ziemlich sicher den Abstieg aus der 2. Bundesliga vermieden. Nächstes Jahr werdne wir dann zielstrebig einen Aufstiegsplatz in die 1. Bundesliga anstreben.

Fazit: Es war ein schönes Fliegerlager, es wurde viel geflogen, das Wetter war mittelprächtig aber sicher sehr viel besser als zur selben Zeit in Greiling. Viele Piloten konnten die F-Schlepp Berechtigung erwerben oder sich im F-Schlepp wieder auf einen guten Übungsstand bringen.

Leider wurde es nichts mit der Idee, die Motorseglerpiloten und die reinen Segelflieger wieder einmal zusammenzubringen, weil ja die neue Dimona erst vor zwei Tagen in Schleißheim einflog und danach das Wetter im Süden Bayerns so schlecht war, dass an einen Flug ins sonnige Unterfranken nicht zu denken war.

So verabschieden wir uns heute am Sonntag von unseren Bad Neustädter Freunden und fahren zurück nach Greiling. Ab dem nächsten Wochenende wird wieder normaler Flugbetrieb auf unserem Heimatflugplatz stattfinden.

Schön war´s und vielleicht kommen wir ja bald mal wieder hierher.