Motorseglerpilot, wie wird man das denn?
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man ein Motorseglerpilot werden kann. Hier beschreiben wir sie der Reihe nach:
1. Zumeist kommen Motorseglerschüler aus den Reihen der Segelflieger, die bisher nur motorlose Flugzeuge fliegen durften und nun nach etwas mehr "Sicherheit" vor allem vor den ungeliebten Außenlandungen haben möchten. Zudem bietet sich mit dem Motorsegler ein einfacher und kostengünstiger Einstieg in den Motorflug. Der Aero Club München bildet derzeit selbst keine Segelflieger aus. Von der Sportfliegergruppe Werdenfels, in der auch segelfliegende Mitglieder des Aero Club München aktiv sind, kommen jedoch Segelflieger, deren Wohnsitz in und um München ist und die deshalb gerne auf dem stadtnahen Flugplatz Oberschleißheim umschulen.
2. Häufig kommen auch "Fußgänger" zum Verein, um gleich direkt in die Motorseglerausbildung einzusteigen.
3. "Last but not least" gibt es die "Abwärtsinteressenten". Sie kommen aus der Motorfliegerei und wollen zusätzlich die Möglichkeit haben, erheblich preiswerter zu fliegen, als das mit Motorflugzeugen der Echo-Klasse möglich ist. Zudem bietet ein Motorsegler die Möglichkeit, bei ausreichender Thermik ohne Motor Segelflug zu erleben.
Im folgenden beschränken wir uns darauf, zu beschreiben, wie man als Fußgänger Pilot eines Mose (so nennen wir unsere Motorsegler gemeinhin) werden kann, denn Segelflieger wissen ja meist schon genau Bescheid, was erforderlich ist, um den TMG-Eintrag in den Segelflugschein zu erwerben.
Ausbildung zum Motorseglerpiloten
Grundvoraussetzungen für eine Ausbildung zum Motorseglerpiloten
Mindestalter für den Beginn der Flugausbildung ist 16 Jahre.
Vor Beginn der Ausbildung ist ein Besuch bei einem Fliegerarzt erforderlich (Adressen siehe Luftsportverband Bayern) der die Fliegertauglichkeit feststellt. Für Münchner können wir die zentral gelegene Fliegerärztliche Untersuchungsstelle München kurz FUM am Sendlinger-Tor-Platz in München empfehlen. Dort kann man sich online anmelden zu einem Untersuchungstermin.
Dann geht es los und zwar mit der Praxis, das heißt erst wird geflogen und nebenher, meist im Herbst und Winter wird Theorie gepaukt.
Die Fluglehrer des Vereins machen ihre Aufgabe ehrenamtlich, deshalb sind die Fluggebühren für alle Mitglieder gleich. Eine Preisliste ist weiter unten angefügt.
Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen:
Wie lange dauert die Ausbildung?
Darüber kann man keine genauen Angaben machen, weil es sehr vom Engagement des Einzelnen abhängt, wie flott die Ausbildung vorangeht. Im Durchschnitt braucht ein mittelmäßig engagierter Flugschüler etwa 6 – 8 Wochen bis zum ersten Alleinflug. Zum Erwerb des Luftfahrerscheines für Motorseglerführer (TMG, das ist die englische Abkürzung für Touring Motor Glider), braucht man, durchschnittlich eine Flugsaison, also ca. 6 Monate. Wer es besonders eilig hat, kann bei entsprechendem Engagement, sprich jedes Wochenende am Flugplatz, auch innerhalb von wenigen Monaten bis zur Prüfung kommen.
Welche Gesamtkosten kommen auf mich zu?
Auch diese Frage kann nur allgemein beantwortet werden: Die Aufnahmegebühr in den Verein ist unterschiedlich, für Erwachsene beträgt sie augenblicklich 500,00 €, für Jugendliche und Auszubildende unter 21 Jahren 0,00 €. Der Jahresbeitrag wird in der beigefügten Beitragsordnung erläutert, die Fluggebühren ebenfalls.
An zusätzlichen Kosten kommt noch das Flugfunksprechzeugnis auf Sie zu, es ist Voraussetzung für die Zulassung zur Luftfahrerscheinprüfung. Prüfungsgebühren von ca. 75,00 € einmalig sowie natürlich zum Abschluss die Prüfungsgebühren für die Luftfahrerscheinprüfung, diese sind unterschiedlich, je nachdem wie man die Prüfung ablegt, ob in einem Rutsch oder in mehreren Unterteilungen, daher kann hier keine Angabe gemacht werden, sie sind aber sicher nicht unerschwinglich und ebenfalls einmalig zu leisten.
Ein einigermaßen aktiver Pilot verfliegt pro Saison (bei etwa 10 - 30 Flugstunden) etwa 800 bis 2.400 €.
Wie lange muss ich auf dem Platz sein?
In der Regel genügt es, wenn man mit dem Fluglehrer einen Termin ausmacht und pünktlich am Flugplatz ankommt. Wir bilden übrigens auch während der Woche aus. Der Flieger muss natürlich verfügbar sein, dazu kann man sich in einem Reservierungssystem eintragen und damit sicher stellen, dass nicht gerade ein anderer Pilot mit dem Flugzeug unterwegs ist. Dann räumt man den Flieger aus der Halle, die Vorbereitung des Fluges dauert etwa 30 Minuten, danach fliegt man, je nach Wunsch bis zu mehreren Stunden. Nach der Landung auftanken, Flieger waschen und wieder in die Halle stellen, das dauert dann auch wieder ca. 30 – 50 Minuten.
Weitere Fragen lassen sich am besten in einem persönlichen Gespräch beantworten. Wenden Sie sich hierzu bitte direkt an ein Vorstandsmitglied oder unseren Ausbildungsleiter.
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